Ein BMW gilt heute weltweit als Statussymbol für Automobil
Liebhaber. Doch den Startschuss zur Gründung der Bayerischen
Motorenwerke gab ein ganz anderes Produkt: Der Ingenieur Karl Rapp
entwickelte für das junge Unternehmen 1917 einen Flugzeugmotor mit
starker Höhenleistung. 2000 dieser Motoren waren im ersten Weltkrieg
im Einsatz. Das Verbot des Versailler Friedensvertrages zum Bau von
Flugzeugmotoren Vertrages hätte um ein Haar die junge
Erfolgsgeschichte jäh beendet. Der damalige Hauptaktionär
Castiglioni aber verließ das Unternehmen und nahm den Namen BMW mit
in sein neues Unternehmen, den Bayerischen Flugzeugwerken (BF). Doch
mit Flugzeugmotoren konnte man damals kein Geld mehr verdienen, wohl
aber mit Motorrädern, 1923 entwickelten Max Fritz und Martin Stolle
das erste BMW - Motorrad, die R 32 mit Boxermotor. Bis heute treiben
Boxermotoren BMW Motorräder an.
Mit der Übernahme der Fahrzeugfabrik Eisenach AG 1928 kam BMW zum
ersten Mal mit Automobilbau in Berührung. Schnell überholten die
fortschrittlichen Modelle von BMW den Eisenacher Dixi. Der Roadster
128 gewann zahlreiche Rennen und begründete schon in den 20'er
Jahren das weltweite Renomme von BMW.
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Im zweiten Weltkrieg musste der Automobilbau wieder zur Nebensache
werden. Das dritte Reich brauchte Flugzeugmotoren, BMW lieferte und
machte satte Gewinne, 1939 180 Millionen Reichsmark.
Nach dem Krieg war der Bau von Flugzeugmotoren für die Münchner
entgültig passe. Seit 1951, dem Geburtsjahr des BMW 501, bauen die
Münchner ausschließlich Automobile und Motorräder, nicht nur mit
Kultstatus.
1978 wurde der erste 5'er mit Wasserstoffmotor vorgestellt. Heute
ist der BMW - Hydrogen serienreif und wird im Dingolfinger Werk
produziert - allerdings noch in limitierter Auflage.